Maybach Exelero-Unikat für 8 Millionen Euro

Den Maybach Exelero ein Auto zu nennen, ist eine Beleidigung für diesen Supersportwagen mit 700 PS. Ganze 8 Millionen Euro kostete das Monster-Coupé 2005 in der Entwicklung. Es ist ein Prachtsstück in Formvollendung, und hat eigentlich nur einen Fehler: Es gibt es nur ein Mal.


Der Maybach Exelero entstand im Auftrag des hessischen Reifenherstellers Fulda in Zusammenarbeit mit dem italienischen Karosseriebauer Stola und Studenten der Fachhochschule Pforzheim, die für sein Design verantwortlich zeichnen. Stolze 700 Pferdchen warten unter der Haube des 5,89 Meter langen Kolosses darauf, freigelassen zu werden. Der maximale Drehmoment liegt bei 1020 Newtonmetern und der Tacho bleibt erst bei  351,45km/h Höchstgeschwindigkeit stehen.

Maybach Exelero – Unikat in futuristischem Design

Mit dem Maybach Exelero wollte sich der Reifenhersteller Fulda ein Prestigeobjekt bauen, um seine Hochgeschwindigkeitsreifen zu testen und kooperierte mit dem Mercedes Ableger Maybach. 1939 arbeitete Fulda bereits mit Maybach zusammen. Damals ging es allerdings um ein Fahrzeug mit lediglich 200km/h. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist der Maybach von damals spurlos verschwunden.

Als Basis der Neuauflage diente der Maybach 57, das neu designte Coupé ist jedoch 18 Zentimeter flacher, 27 Zentimeter breiter, 16 Zentimeter länger und 10 Zentimeter tiefer. Die Unterbodenverkleidung ist aus Aluminium, die Haut aus Carbon. Die A-Säule des Exelero wurde im Vergleich zum Maybach 57 samt Cockpit um 40 Zentimeter nach hinten versetzt, die B-Säule um 20 Prozent gekippt. Hinten hat der Supersportwagen drei verstellbare Spoiler, die Überhänge vorne sind länger, die hinten kürzer.

Gezeichnet wurde das Unikat von-Chefdesigner Harald Leschke und vier Studenten der Fachhochschule Pforzheim. Bei der Entwicklung wurde streng darauf geachtet, dass der Maybach Exelero straßentauglich ist und so ersteilte der TÜV Ausnahmegenehmigungen für seitliche Auspuffrohre, Beleuchtung und Scheiben.

Maybach Exelero-Monster mit 351,45km/h Spitze

Um die 2,6 Tonnen schwere Maschine in Fahrt zu bringen, war ein 5,9 Liter großer Zwölfzylindermotor mit Bi-Turbo-Aufladung notwendig, 100km/h erreichte der Exelero so nach 4,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit von 351,45 km/h wurde auf der Teststrecke im süditalienischen Nardo aufgestellt. Rennfahrer Klaus Ludwig schnallte sich in den Schalensitz, trat aufs Gas und sicherte den Platz im Club der 300er. Problematisch war hier der Rollwiderstand, der sich bei Kurvenfahrten um elf Prozent erhöhte, auf einem Salzsee wäre der Maybach schneller.

Um diese Spitzengeschwindigkeit zu erreichen, trinkt der Maybach Exelero nur 110-Oktan-Benzin. Als Bereifung hat er Hochleistungsreifen im 23-Zoll-Format. Sie bestehen aus einer zweilagigen Karkasse und Nylon- und Kevlarfäden. So bleiben die Walzen auch jenseits der 350km/h stabil.

Technische Daten des Maybach Exelero

Motor: V12-Bitturbo mit drei Venitilen je Zylinder, Hubraum: 5900cm³, Leistung: 700 PS (515kW), Max. Dremoment: 1020 Nm, Antrieb: Hinterradantrieb und Fünfgang-Automatik, Verbrauch: rund 50 Liter/100km Super plus (110 Oktan), Tankfassungsvermögen: 110 Liter, Ausmaße: 5890x2140x1390mm (LxBxH), Bremsen: Elektrohydraulisches Bremssystem SBC, Reifen: 315/25 ZR 23 XL, Leergewicht: 2,6 Tonnen, Spitzengeschwindigkeit: 351,45km/h, Beschleunigung: 4,4 Sekunden auf 100km/h.

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